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nichtige dichtung

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Sonntag, 17. Februar 2008

furcht angst und schrecken

die erste osterglocke ist heut im garten erblüht. vor ein paar tagen waren es die kamelien. das land strotzt vor erblühten mandelbäumen und mimosen, und ich lieg immer noch brach, der kurze ausflug gestern im auto - ein paar dinge regeln vor der abfahrt am dienstag - hat mich wieder aufs lager zurückgeworfen. wie soll ich, schwach wie ich mich fühle, übermorgen in paris die bahnhöfe wechseln mit minimalgepäck, aber immerhin gepäck? mir graust's jetzt schon vor dem frühen aufstehen (fünf uhr). das ist unter normalen umständen schon schlimm genug. mit diesen gripperesten ist mir aber um neun noch schwindelig, und mir wird schlecht bei jeder kleinsten anstrengung.
der einzige lichtblick: königstochter jüngste holt mich ab. sie hatte auch grade die grippe und weiß, was sache ist.
aber vor der zugfahrt fürcht ich mich wirklich - nicht vorm drinsitzen, aber vorm reinkommen.

Dienstag, 12. Februar 2008

kopftuch

aus guten gründen frage ich mich, ob nonnen und muslima , also notorische kopftuchträgerinnen, weniger anfällig für erkältungen insbesondere des hals-nasen-ohrenraumes sind als andere. ich hab mein haupt jedenfalls in diverse schleier gehüllt und merke, daß sie das hirnweh ein wenig lindern. hätte ich es nur schon letzte woche beim gang durch die frische frühlingsluft getan! nun ist alles, was sich auch nur von ferne höhle nennen kann in meinem kopf, entzündet, schmerzt, schwillt - leider nur an und nicht ab.
im ernst: gibt es darüber untersuchungen? dann könnte man das tragen von kopftüchern doch mal unter gesundheitlichen und weniger ideologischen gesichtspunkten angehen....

Sonntag, 13. Januar 2008

zurück

ich bin zurück, hab mir aber bei einer unverstandenen zirkusnummer das steißbein angebrochen. also nix mit langem sitzen...
schön war's!

Samstag, 1. Dezember 2007

gen süden

ab morgen wieder keine umlaute mehr und wahrscheinlich noch sporadischere äußerungen als bisher. internetcafé mit ausländischer tastatur ist nicht eben blogfreundlich...vielleicht fotos ?!

Montag, 26. November 2007

essen trinken fluchen

Die spontanen Einladungen sind die besten (wie das kleine Glück). Ich lud ein, die heiligen drei Könige kamen, brachten Salat, Fleisch und Wein und lehrten mich alle Injurien, deren die französische Sprache habhaft wird. Eine gesegnete Mahlzeit!
Jetzt fluche ich, was das Zeug hält - vorerst im Auto, bis es ohne Stocken herauskommt.
Auch sonst habe ich einiges gelernt. Das Wort Akribie und akribisch gibt es nicht im französischen - obwohl es so klingt. Der Lernprozeß ist aber nicht einseitig: von mir kriegen sie alle möglichen Neologismen geliefert - es gibt sie nicht, diese Wörter, aber man versteht sie. So erweitern wir kauend unseren Wortschatz. Meine Nachbarin erinnert sich immer wieder mit Freuden an meine Schwierigkeiten, das Wort au vert bouquet oder ouvert bouquet zu verstehen. oder weiß der geier, was sie gesagt haben (es klang: owärbucké), aber das Wort fiel oft; bis ich mir ein Herz faßte und nach dessen Bedeutung frug. Es handelte sich um das englische Wort overbooked! Im Französischen sprechen sie es nach ihren Regeln aus, um es dem Nicht-Franzosen unkenntlich zu machen. Inzwischen weiß ich, wenn ich ein Wort absolut nicht verstehe, daß es sich um einen angelsächsischen Import handelt. So z.B. posted. das tauchte gestern Abend als peaux stites (postìtt) auf, Akzent auf der letzten Silbe. Die französische Sprache ist ausgesprochen reich an Homonymen - bis man die alle durch hat, hat das Gespräch schon sein Thema gewechselt, und man gar nicht mehr die Zeit für Englisches. Ich bleib derweil cool. - Cool ist der Liebling aller Generationen.

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