mongoliere - 29. Okt, 22:51
diesmal von unten ...

mongoliere - 29. Okt, 22:29
das wetter ist unverändert schön - die landschaft in den herbstlichen färbungen umwerfend, leise dunstschichten zwischen den hügelzügen.
heute haben sich tausende von zugvögeln davontragen lassen - schön, wenn man den jahresrhythmus als konstante noch erlebt. auch die grüppchen betagter frauen vor dem korsettstand auf dem markt in bram gehören zu diesen konstanten. jetzt erwerben sie flannellene nachthemden und dicke strickjacken.
ich geh nun in den garten, ein bißchen pflanzen... für morgen ist wieder regen angesagt.
mongoliere - 24. Okt, 14:59
die jurte ist wasserdicht. das dachproblem wird gelöst werden. ich werde ruiniert sein aber ruhig. was will man mehr. so habe ich nun heute den garten anbegonnen. er ist schon nach wenigstündigem einsatz nicht wiederzuerkennen. das haus auch nicht.
in der küche sieht's aus wie bei klöppes unterm sofa: gläschen mit getrockneten in öl eingelegten tomaten, wurzeltreibensollenden diversen gartenpflanzen; trocknende mandeln und nüsse; dazwischen ein gegarter hase (in fenchelsoße!), softbälle - die ladung traf vorgestern ein - eine riesengroße holzeisenbahnanlage mit allen schikanen (das kleine schnuffeltierchen ist wieder auf besuch, und wir machen uns einen lenz und lassen unordnung unordnung sein), minipantoffeln (gr. 27), zeitungen, zettel noch und nöcher, umgekippte wasserflasche. kurzum: chaos. aber es gibt chaos und chaos. dies ist das chaos der freude - schnurzegal wie's aussieht, weil dicke sorgen sich aufgelöst haben, verpflichtungen erledigt wurden und platz für lieblingsbeschäftigungen frei geworden ist, als da sind: k. hüten und garten auf vordermann bringen. er hilft mir, ersäuft die jungen pflänzchen und trampelt auf den anderen herum, während er die erde umgräbt. das hat er von mir abgeguckt. ansonsten: steine kicken, den rasen kämmen. ihm fällt immer was ein.
achja, nochwas: ich hab mein auto wieder. watten segen!
mongoliere - 19. Okt, 21:52
natürlich konnte ich nicht schlafen, heute früh. schon halb sechs weckten mich die jurtensorgen - keinesfalls also die schlangenbegegnung. aber jetzt ist der jurtenmann da und hat für alle probleme eine lösung. die sonne scheint - das soll sie auch brav weitermachen, bis alles dicht ist - und der versiffte filz trocknet so langsam vor sich hin. ich werde ein paar fotos machen und an jurtenhändlers weitergeben, damit sie sie potenziellen kunden zeigen können.
wenn jemand also probleme mit seiner jurte hat - vertrauensvoll an mich wenden, bin so langsam mit allen wassern gewaschen und schimmeln gepilzt.
apropos: die saison hat begonnen. am wochenende viele neue sorten gesammelt und (eine) ausprobiert (erst der hund, dann wir!. neinneinnein, der hund würde das nie essen). sehr schmackhaft, ein wenig grummeln im bauch - wegen der angst; ein letztes fünkchen unsicherheit bleibt ja immer bei unbekanntem. aber der forschergeist gewann im wettstreit mit dem irrationalen, und jetzt ist der speisezettel um eine variante bereichert.
mongoliere - 17. Okt, 14:47
im moment arbeite ich im haus, 2. stock, alldieweil ja die jurte renoviert wird - ein unterfangen, das sich wie im moment offensichtlich alles in meinem leben als deutlich schwieriger herausstellt als gedacht. aber die details interessieren ja keinen.
heute zwischen zwei klienten DAS GRAUSIGE ERSCHRECKEN, als ich schnell in den 1. stock eilte, um irgendetwas zu holen: eine schlange schlängelte sich auf dem teppich vor meinem bett. gottseidank ist der teppich weiß, und die schlange war eher schwarz, so daß ich sie bemerkte, bevor ich drauftrat. ohne einfluß meinerseits entfuhr mir der gefürchtete schlangenschrei, der bei unfreiwilligen zuhörern schon halbe bandscheibenvorfälle im cervicalbereich hervorgerufen hatte. mich selbst ereilte eher eine crise cardiaque.
schlangen finde ich furchtbar. es war nur ein kleines exemplar, das ich, weil es sich vermutlich auch infolge einer herzattacke zu einem knoten zusammengerollt hatte, schnell mit einem einmachglas bedeckte, um dann den jurtenmann zur hilfe zu holen.
vermutlich eine harmlose ringelnatter, nur 20 - 30cm lang, die jetzt jenseits des baches asyl finden mag. es ist in acht jahren das dritte mal, daß ich eine schlange im haus finde. das erste mal neben dem papierkorb, danach zwischen den einmachgläsern. wieso immer im ersten stock? wo kommen sie rein? gibt es noch mehr? ist wo ein nest? fragen über fragen!
ich werde mich mit leichter unruhe schlafen legen - werde ich schlafen können?
mongoliere - 16. Okt, 23:31